Hinter dem Wein
Nauda ist ein durch und durch außergewöhnlicher Wein aus der klassischen Rebsorte der Rioja: Viura! Schon seit einiger Zeit experimentieren wieder mehr und mehr Winzer mit verlängerten Maischestandzeiten oder sogar einer Maischegärung bei weißen Traubensorten. Die Ergebnisse fallen hierbei sehr unterschiedlich aus. Je nach Sorgfalt und Entscheidung des Winzers. Bei kürzeren Maischestandzeiten gewinnt der Wein an Phenolik und Extrakt, behält jedoch meist die farbliche und geschmackliche Charakteristik eines "klassischen" Weißweins. Bei längeren Maischestandzeiten bzw. einer Maischegärung zieht der Wein natürlich neben mehr Phenolik, Gerbstoff und Extrakt auch vermehrt Farbstoff aus den Traubenschaalen und ggf. Rappen. Selten gehen jedoch Winzer beim Kontakt der Schaalen zum Saft über die Dauer der alkoholischen Gärung hinaus. Sinkt der Tresterhut durch den ausfallenden Auftrieb von CO2 (ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung) besteht u.a. die Gefahr von Oxidation. Selbst Hardcore Naturweinikonen (Achtung nicht jeder Orangewine ist automatisch ein Naturwein) wie Sasa Radikon gehen bei ihren Maischestandzeiten meist nicht über drei Monate hinaus. Warum nun diese ewig lange Erläuterung? Der Nauda wurde bis hin zu seiner Abfüllung nach 12 Monaten Ausbau im Betonei nie von den Traubenschaalen getrennt. Der Nauda wird also nicht nur Maischevergoren, sondern reift zusätzlich die volle Ausbauzeit auf der Maische. Das Ergebnis ist weniger abenteuerlich als man annehmen könnte.
Unsere Eindrücke
Mehr Frucht als zuvor! Dieser Eindruck schießt uns schon beim ersten schnüffeln durch den Kopf. Glockenklar und von gelbfleischiger Kernobst-Aromatik geprägt präsentiert sich der Wein. Aprikose, Marille dazu gesellen sich kräutrige Eindrücke von Thymian und etwas Zitronenverbene. Die oxidativen Aromend welche die vorangegangenen Jahrgänge stark prägte sind hier feiner und etwas mehr im Hintergrund. Doch da sind sie und sie stehen dem Wein außerordentlich gut. Am Gaumen ist der Wein saftig, ausladend und doch wunderbar fokussiert. Der straffe Säurekern sowie das feine Tannin unterstreichen diesen Eindruck. Konzentriert und intensiv. Im Abgang bleibt vor allem die bereits im Duft wahrgenommene kräutrige Frische. Ein phänomenaler Essensbegleiter für die deftige Küche der Rioja!
Informationen
| Quick facts | |
|---|---|
| Inhalt | 0,75 l |
| Produktkategorie | Orangewein |
| Trinktemperatur °C | 12-15 |
| Abfüller | Alonso y Pedrajo Viticultores, Finca La Cala, Cam. Portillo, 2, 26292 Villalba de Rioja, La Rioja, Spanien |
| Land | Spanien |
| Anbaugebiet | Rioja |
| Weingut | Alonso & Pedrajo Viticultores |
| Jahrgang | 2023 |
| Arbeitsweise | Naturnah |
| Rebsorten | Viura |
| Geschmacksrichtung | trocken |
| Stilistik | kernig & ungestüm | kräftig & ausladend | würzig & herbal |
| Verschluss | Naturkork |
| Alkohol | 12,5% |
| Nährwerte, Zutaten & Allergene | |
|---|---|
| Allergene | Enthält Sulfite |